Und die NATO wusste alles!

von Torsten Kurschus

Pardon – der Putsch war inszeniert
Das Lügengebilde stürzt zusammen.
Eine Luftlagebeschreibung / Ein NATO-Mitglied läuft über

Eine Gruppe von Analysten und ich können das per Indizien beweisen. Noch fehlen uns endgültige Belege dafür, die wird es aber geben. Noch versuchen sich andere in humanistischen Erklärungsversuchen mit einem konziliären Weltbild, das in der Türkei schon lange nicht mehr gegeben ist. Das ist die Denke in der geneigten Öffentlichkeit aber auch nichts als Appeasement. Wir wussten, dass das nicht stimmen kann, spätestens seit Erdogan den IS heimlich supported hatte, Angriffe gegen Kurden flog, 970 Imame des mächtigen Religionsministeriums DITIB mit grünen Diplomatenpässen nach Deutschland entsandte und unsere Soldaten in Incarlik, die die mit unseres Patriot Luftabwehrsystemen die Türkei sichern sollen, bespuckt wurden.

Der Indizienbeweis ergibt sich aus den NATO-Protokollen der Luftsicherung, die auch in Deutschland und selbst in Polen angewandt werden, wobei jeder Luftraumbewegung im VIP-Status in Echtzeit angezeigt wird, weshalb es unmöglich ist, dass es eine Luftraumverletzung im Präsidentenumfeld, so wie behauptet hätte geben haben können. In der Türkei sind mindestens drei Alarmrotten, das sind je zwei Abfangjäger (sog. Luftüberlegenheitsjäger) stationiert, die nur in wenigen Minuten in der Luft sind und Luftraumverletzungen effektiv bekämpfen können.

Die Ungereimtheit bei der Darstellung, dass der Präsident durch Flugzeuge der Putschisten noch in der Luft oder schon am Boden bedrängt wurde liegt darin:

Entweder steigen die türkischen Alarmrotten sofort auf, wenn eine Luftraumverletzung oder eine mögliche Bedrohung identifiziert wird und sie werden Angreifer in einen Luftkampf zwingen (den es nach bisherigem Wissen so offensichtliche nicht gab) und im Härtefall diese Maschinen der möglichen Angreifer abschießen. Andererseits ist die Führungsbasis (CRC im NATO-Code) zuvor schon in der Hand der Putschisten, dann hätte man ohnehin die völlige Kontrolle über Flug, Landung und weiteren Aufenthalt gehabt. So oder so hätte der Präsident keine Chance bei einem wirklichen Putsch gehabt, wenn es den, denn gegeben hätte. Selbst sein Aufenthaltsort war im VIP-Status auch in allen NATO-Sicherungssystemen jederzeit bekannt. Denn ein solcher wäre in diesem Ausmaß vorab unmöglich gewesen.

In jedem Falle geben die NATO-Luftüberwachungsprotokolle zweifelsfrei Auskunft darüber, ob die Präsidenten-Maschine oder sein Urlaubsort überhaupt bedrängt wurde, woher die F-16 kamen und wohin sie zurückflogen, ob die vermeintlichen Putschisten mit F-16 Jägern auf Abfangkurs gegen die Präsidenten-Maschine flogen oder ihr freundlich gesonnen oder sich ihr gar als Begleitschutz genähert hatten. Zudem benötigte die Präsidenten-Maschine für die 700 Kilometer lange Strecke von Dalaman nach Istanbul mindestens anderthalb Stunden – eine Strecke, die für einen modernen Abfangjäger ein Katzensprung ist. Das bedeutet Zeit für jede Art von Intervention.

Allein am Flugverhalten können auch deutsche Radarleitoffiziere und die fast aller NATO-Staaten, die Auswertungen der deutschen CRC-Radarstellungen (Control and Reporting Centre) sofort erkennen, ob sie „hostile“ oder „friendly“ waren. „Es gibt also viele, die wissen, was tatsächlich geschehen ist.

Darüber hinaus sind in der Region mehrere AWACS stationiert, von denen jeweils eine permanent in der Luft ist. Diese sind ein jeweils eigenes Forward Operation Center mit allen denkbaren Erfassungen, die in Echtzeit an alle NATO-Führungsbasen übermittelt und natürlich mehrfach gespeichert werden.

Diese Airborne Warning and Control System“ (AWACS) Maschinen können genau das und dafür sind sie da! Und es ist undenkbar, dass diese 24h-Aufklärungssysteme ausgerechnet an diesem Tag nicht in Betrieb waren. So werden sich viele Fragen beantworten lassen oder wenn das Datenmaterial nicht vorliegen sollte, müssen entscheidende Fragen an den Bendlerblock (Bundesministerium der Verteidigung) nach Brüssel und über den Atlantik neu formuliert werden.

Abgesehen von den militärischen Satelliten, die ebenfalls die notwendigen Transpondersignale empfangen können.
Wenn sich ein Flugzeug etwa nahe der Schallgrenze einem potentiellen Ziel wie dem Präsidenten oder Staatschefs eines NATO-Staates nähert ist das, wenn unbekannt, sofort selbst ein potentielles militärisches Ziel, gleich ob sich der Präsident noch in der Luft oder schon auf Urlaubsboden befindet. Dann gehen in allen NATO-Luftwaffenstützpunkten nicht nur in Südeuropa die Lichter an. Sofort werden die Krisenprotokolle ausgelöst und die Befehlskette tritt in Kraft, wenigstens in Bereitschaft, selbst wenn das eventuell gefährdete Land noch nicht den Bündnisfall nach Art. 5 des NATO-Vertrags ausgelöst hat.

Alle Flüge auch die zivilen sind immer auf dem Plot aller Luftwaffenführungsstützpunkte (hier zuständig Konya) und die anderen werden sofort zugeschaltet. Insbesondere VIP-Flüge und ebenso der Aufenthaltsort der jeweiligen VIP-Maschine sind immer auf dem Monitor von vielen Stützpunkten, da gibt es keine Geheimnisse. Jeder Radarführungsoffizier der deutschen Luftwaffe kann anhand der mitgeschnittenen Radar-Luftlagebilder eine eventuelle Krisensituation erkennen und eine Lagebeurteilung vornehmen, selbst wenn er nicht vor Ort ist.

Es können schlichtweg keine feindlichen F-16 gewesen sein, weil schon ein einziger Feuerstoß aus der Bordkanone hätte genügen können, um Erdogans Gulfstream-Jet vom Himmel zu holen. Und gegen mehrere Luft-Luft-Raketen wäre selbst die beste passive Luftverteidigung in der Präsidenten-Maschine überfordert gewesen. Und auf dem Boden, „im Urlaub“ wäre Präsident Erdogan wahrscheinlich noch anfälliger gewesen, denn ein Rollkommando in einer unbefestigten Region erfolgreich zum Einsatz zu bringen oder die Zielperson von der Kommunikation abzuschneiden ist viel einfacher, als diesen in der Luft zu isolieren. Auch das ist nicht passiert.

Zudem hinaus verfügt der Präsident über ein persönliches Sicherungskommando und kann jederzeit auf verschiedenen Wegen alarmieren. UND: Es gab nach bisherigem Kenntnisstand keine Warnmeldungen, die in der NATO zur rechten Zeit registriert wurden. Nichts der Gleichen ist passiert. Das ist wichtig, weil der Zeitablauf für Krisenvorgänge kriminologisch oder retrospektiv unendlich wichtig ist, weil wesentlich ist, was wann unter welchen Umständen geschehen ist. Das lässt ausschließlich die Schlussfolgerung zu, dass alle Vorgänge in der Luft sowie auch am Boden durch gezielte Operationen gedeckt worden sind. Dafür spricht auch, dass Beteiligte, subalterne Offiziere aussagten, zu „Übungen“ beordert zu sein. Und natürlich hat der längst gesäuberte militärische Geheimdienst MIT Kenntnis über alle Aktionen gehabt, denn selbst „Übungen“ sind außerhalb dessen Reichweite nicht möglich. Zudem erfordern diese „Übungen“ wenigstens eine Vorbereitungszeit von X -48, wenn nicht länger.

Und nun haben die Amis Schiss, dass NATO-Hochtechnologie aus ihren Händen gerät, was längst passiert ist und keinen Plan, wie sie damit umgehen, das erklärt die extreme Zurückhaltung und die erst einmal die versucht beruhigenden Worte des White House und des Kanzleramtes. Deshalb auch der Maulkorb in den NATO-Gliederungen. Längst ist die Türkei für die NATO verloren. Das will nur von Washington bis Berlin keiner wahrnehmen.
Nun erweist sich die AKP nicht als eine Art islamische CDU, sondern einfach nur als eine Räuberbande, die sich nur weltfern selbst genügt und dem Mythos des Großtürkentums folgt.

Allein im Baltikum, Warschau und Sofia wächst der Hals bis zum Erbrechen. Für diese unsere Freunde dort kam auch das bedingungslose Eintreten für diese „Demokratie“ in der Türkei aus Washington und Berlin wieder mal zu vorschnell. Deutschland war wieder peinlich unprofessionell.

Im Gegensatz zur EU gibt es aber in der NATO keine Ausstiegsszenarien, und längst hätte der Generalsekretär Stoltenberg Stellung nehmen müssen, hat er aber nicht. Das spricht von Ratlosigkeit. Die ist gefährlich, weil sich bereits alles anbahnte auch wenn Medien und v.a. Politik das bestreiten.

Frau von der Leyen braucht als Inhaberin der Befehls- und Kommandogewalt (IBuK) der NATO-Macht Bundeswehr nur diese Daten verlangen und kann damit fast alles aufklären, denn diese Tatsachen sprechen für sich. Es muss von der Bundesregierung verlangt werden aufzuklären, inwieweit sie einen Staatstreich der einen oder anderen Art gedeckt hatte und welche Rolle die NATO zu welcher Zeit mit welchem Wissen hatte und welche Handlungsoptionen es gab.
Die deutsche Bundesregierung hat nun die Luftlageprotokolle offenzulegen, um nicht in den Verruf zu kommen, den Erdogan’schen Staatsstreich zu decken.“ Das Verteidigungsministerium wird hier Antworten geben müssen und das Außenamt muss sagen können, mit wem wir es zu tun haben.

Allein schon hier bin ich skeptisch. Und das darf nicht hinter verschlossenen Türen geschehen.
Zugleich muss jetzt offen gelegt werden, welche Verstrickungen es zwischen den deutschen und türkischen Diensten gibt. Da vertraue ich ganz entschieden auf Hans-Christian Ströbele, der nicht auch immer richtig liegt, aber immer unbestechlich ist.

 

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