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Der Peter-Effekt : Grün verliert

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Der FoGEP-PolitSeismoGraph für den Februar 2017 stand unter zwei Vorzeichen:

  • Der Polizeieinsatz gegen „Nafris“ (Nordafrikanische Intensivtäter) zum Silvesterabend wurde von der Grünen-Vorsitzenden Simone Peter umgehend kritisiert. Erst als ihr auch aus den eigenen Reihen massiver Widerspruch entgegen kam, ruderte sie scheinbar zurück. Am Ende blieb bei vielen Bürgern das Gefühl: Grün kann Sicherhheit nicht. Der Absturz der Grünen von 11,3 % zum Januar auf nun 9,4 % zeugt davon, wie der „Peter-Effekt“ kurzfristig die Partei zurückgeworfen hat.
  • Der Rückzug Sigmar Gabriels von der SPD-Spitze und die Übergabe des Zepters an den EU-Reimport Martin Schulz hat der SPD einen Motivationsschub gegeben, der sich in der Zustimmung mit einem Zuwachs von 0,4 Prozentpunkten (Pp) niederschlägt. Der PSG für den März wird zeigen, ob der Schulz-Effekt an Dynamik gewinnt – oder nur ein Strohfeuer werden wird.

Gewinner zum Februar 2017 ist die Union, die erneut zulegen kann und nun bei genau 38 gegenüber 37 Prozent liegt. Hier zeigt sich einmal mehr das Phänomen, dass sich das Volk in Krisenzeiten um erfahrene „Führer“ schart.

Die FDP verlässt die Gefahrenzone um die Fünf-Prozent-Klausel und kommt auf 5,8 % (zuvor: 5,1 %).

Die AfD stagniert bei 11,3 %, während die PdL um 0,5 Pp geringfügig auf 8,7 % verliert.

 

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Das Flächendiagramm zeigt auf: Die Parteien links der FDP verlieren angesichts der Schwäche der Grünen trotz SPD-Aufschwung weiter an Boden. Gegenwärtig sind die Linksparteien weit von einer Regierungübernahme entfernt.

 

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Unter der Annahme, die PSG-Zahlen würden dem Ergebnis einer Bundestagswahl entsprechen, ergäbe sich ohne Überhang und Ausgleichsmandate ein Bild, in dem nur die nachfolgenden Konstellationen regierungsfähig wären:

  • Union-AfD : 307 Sitzen
  • Union-AfD-FDP : 343 Sitze
  • Union-Grüne-FDP : 331 Sitze
  • Union-SPD : 380 Sitze

Konstellationen der SPD mit der AfD bleiben unberücksichtigt, da nach Stand der Dinge absolut unrealistisch. Ebensolches gilt für Konstellationen, bei denen FDP und PdL gemeinsam auftreten müssten.

Fazit: Derzeit könnte sich die Union aussuchen, welche von vier Konstellationen sie präferiert. In die engere Wahl könnte hierbei die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit der SPD kommen – doch auch die Kooperation mit Grünen und FDP scheint angesichts der politischen Präferenzen derzeit eine Alternative.

 

 

PSG 01/2017 – R2G chancenlos

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Im PolitSeismoGraph zum Januar 2017 gewinnt die Union erneut dazu und kommt nun auf 37,0 % (im Vormonat: 35,9 %).

Die größten Verlierer zum Start des Jahres 2017 sind SPD (- 0,4 Pp auf 22,8 %) und Grüne (-0,9 Pp auf 11,3 %).

Damit ist R2G mit nur noch 43 % weiter von jeder Regierungsmöglichkeit entfernt als je zuvor.

Die rotgrüne Koalition kommt nur noch auf 34 %.

Die FDP nähert sich mit 5,1 % der kritischen Marke.

Die AfD stagniert mit 11,3 % auf derselben Höhe wie die Grünen.

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Das Langfrist-Flächendiagramm (®FoGEP) zeigt auf, dass die Parteien rechts der traditionellen Mitte deutlich nach links drängen. Eine linke Mehrheit ist daher in der Bundesrepublik zunehmend weniger zu erkennen.

Im Einzelnen entfallen zum Januar 2017 auf die Parteien folgende Prozentanteile:

  • Union 37,0 %
  • SPD 22,8 %
  • AfD 11,3 %
  • Grü 11,3 %
  • PdL 8,9 %
  • FDP 5,1 %

Entsprächen diese Prozentanteile der Zustimmung bei Wahlen zum Deutschen Bundestag, so wären aktuell nur Koalitionen aus Union und SPD (371 Sitze*) oder Union-AfD-FDP (mit 332 Sitzen) regierungsfähig.

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SPD-Grü-PdL käme aktuell auf 266 Sitze, die Ampel aus SPD, Grünen und FDP auf 243 Sitze.

Da sich die FDP zunehmend mehr der 5-Prozent-Sperrklausel nähert, zeigt das nachfolgende Bild die Zusammensetzung des Bundestages für den Fall, dass die FDP nicht in das Parlament kommt.

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In dieser Situation gäbe es drei Möglichkeiten der Regierungsbildung:

  • Eine Koalition aus Union und SPD mit 391 Sitzen.
  • Eine Koalition aus Union und AfD mit 316 Sitzen.
  • Eine Koalition aus Union und Grünen mit ebenfalls 316 Sitzen.

Chancenlos bleibt die R2G-Variante mit 281 Sitzen.

*Sitzangaben ohne Überhang- und Ausgleichmandate

 

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